BUNDjugend Bremen - ...und jetzt noch die Erde retten!

Bremer BUNDjugend zeigt Plastiktüten die „Rote Karte“

Wir schreiben das Jahr 2100, die Meere sind komplett verdreckt mit Plastikmüll und Plastiktüten, die in den letzten 250 Jahren zu Millionen in die Meere gespült wurden. Der Sommerurlaub an Nord- und Ostsee wird zu einer unangenehmen und gefährlichen Angelegenheit, da sich immer mehr Menschen in den Plastikmassen verheddern. Diese Zukunftsprognose veranschaulichte die BUNDjugend Bremen am Donnerstagnachmittag (2.07.2015), als Mitglieder in Badekleidung und mit einem plastikbehangenen Vorhang unter dem Motto „(Einkaufs-)Tasche statt (Plastik-)Tüte“ durch die Einkaufsstraßen der Innenstadt gingen. Dabei ging es vor allem darum, Passanten auf ihren Konsum an Plastiktüten aufmerksam zu machen, die Risiken für die Umwelt aufzuzeigen und alternative Lösungen vorzuschlagen. Die Aktion war eine Voreinstimmung auf den Plastikfreien Tag am 3.07.2015.

Die Reaktionen auf die Aktion fielen unterschiedlich aus, manche Passanten lehnten die „Rote Karte“ gegen Plastik leider ab, aber es gab auch viel positive und unterstützende Statements wie: „Ich nehme keine Plastiktüten an, ich habe immer meinen Stoffbeutel dabei“ oder „Das ist eine tolle Aktion, viel Erfolg damit“. Kleine Erfolge zeigten sich auch schon auf dem Weg, als Passanten mit Plastiktüten in der Hand an den Informationsflyern Interesse zeigten und als zwei junge Schülerinnen trotz ihrer Einkaufstüten ihre Unterstützung gegen diese äußerten – dann werden sie beim nächsten Mal im Geschäft hoffentlich die Plastiktüte ablehnen.

Die Gründe, die für ein Verbot von Plastiktüten sprechen, sind vielfältig: Bei der Herstellung dieser und anderer Einwegprodukte stehen der hohe Rohstoff- und Energiebedarf einer nur äußerst kurzzeitigen Nutzung gegenüber. In Deutschland werden jährlich 68.000 Tonnen Kunststoffe zu Plastiktüten verarbeitet, der Abbau von Plastik benötigt bis zu 400 Jahre. 100.000 Meeressäuger und eine Million Seevögel fallen dem Plastikmüll jährlich zum Opfer, Schadstoffe gelangen über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.Dabei gibt es eine einfach Alternative – den wiederverwendbaren Stoffbeutel.